Bei der halbverdeckten Zinkung sind die Zinken, wie der Name schon sagt, einseitig verdeckt. Ein Beispiel dafür sind Schubkastenvorderstücken, die traditionell ohne sichtbare Verzinkung gefertigt werden, da sie sich in die durchgehende Holzoptik der Möbelfront einfügen sollen. Die Schwalbenschwänze der seitlichen Bretter bleiben dagegen sichtbar. Durch die keilige Form der Schwalbenschwanzzinkungen wird dem Schubkasten dabei in seiner Hauptbelastungsrichtung eine hohe Stabilität verliehen.
Anders als bei der offenen Zinkung, wird mit der Ausstemmtiefe statt der Holzdicke des Zinkenbrettes gerechnet. Die Schwalben werden etwa um ein Viertel bis ein Drittel der Holzdicke des Zinkenbrettes kürzer. Die Zinken sind also nicht durchgehend, sondern es bleibt ein Verdeck stehen.
Anwendung findet die halbverdeckte Zinkung in der Herstellung von Schubkästen, Truhen, Möbeln in Brettbauweise, Regalen, Rahmenbau, kleinen Holztreppen, aber auch als Verbindung in der Fläche.